Servus, Österreich – Warum ich als Founder meine Koffer packe
- 15. Jan.
- 3 Min. Lesezeit

Ein ehrliches Protokoll über Mut, Mindset und das Ende einer Geduldsprobe.
Es ist keine spontane Idee. Es ist keine Laune. Es ist eine strategische Entscheidung, die sowohl mein Herz als auch mein Business betrifft. Ich, Daniel Nenning, werde Wien und Österreich den Rücken kehren.
Wer mich kennt, weiß: Ich bin kein Typ für halbe Sachen. Als CEO von Sales for Future ist mein Blick immer nach vorne gerichtet – auf Wachstum, auf Skalierung und vor allem auf globalen Impact. Aber wenn ich heute aus dem Fenster schaue, sehe ich eine Wand aus Bürokratie, ein Meer aus Skeptikern und einen Himmel, der vom „Wiener Grant“ verhangen ist.
Die Gretchenfrage: Was bietet mir Österreich eigentlich?
Ich habe mir diese Frage monatelang gestellt.
Was hat dieser Standort einem Gründer mit globalen Ambitionen wirklich zu bieten?
Die Antwort ist so ernüchternd wie ein abgestandener Verlängerter im Kaffeehaus: Zu wenig.
Versteht mich nicht falsch – die Lebensqualität ist hoch, das Wasser ist sauber und die Schnitzel sind Weltklasse. Aber von Lebensqualität allein bezahle ich keine internationalen Talente und skaliere keine Lösungen, die einen echten Unterschied machen. Wenn ich die Parameter eines erfolgreichen Startups betrachte, verliert Österreich aktuell in fast jeder entscheidenden Kategorie:
Kapital? Woanders fließt es, hier tröpfelt es durch bürokratische Instanzen, die mehr Zeit mit Prüfen als mit Ermöglichen verbringen.
Konditionen? Die Steuerlast und Lohnnebenkosten fühlen sich hier oft wie eine Strafe für Erfolg an, nicht wie eine Einladung dazu.
Mut? In anderen Hubs fragt man „How big can it get?“. In Wien fragt man oft zuerst: „Haben wir dafür ein Formular und wer haftet, wenn’s schiefgeht?“.
Es geht nicht ohne Geld – und nicht ohne Mindset
Ich wäre gerne geblieben. Wirklich. Ich schätze die Wurzeln hier, aber man kann die Zukunft nicht auf den Erfolgen von gestern aufbauen. Innovation braucht Sauerstoff, und der wird hier durch eine toxische Mischung aus Risikoaversion und Neidkultur abgeschnürt.
Der berühmte „Wiener Grant“ mag für Touristen charmant sein. Für einen Entrepreneur, der jeden Tag gegen Widerstände kämpft, ist er wie Bleigewichte an den Füßen. Ich brauche ein Umfeld, das „Ja“ sagt, bevor es „Aber“ sagt. Ich brauche Menschen, die Erfolg feiern, anstatt ihn skeptisch zu beäugen.
Es geht nicht ohne Geld. Es geht nicht ohne Mut. Und am Ende geht es nicht ohne ein Mindset, das weit über den Tellerrand der Ringstraße hinausblickt.
Neue Horizonte: Lisboa, Dubai und der globale Impact
Die Entscheidung ist gefallen. Mein Fokus wandert weg von der Donau hin zu Orten, die Gründer nicht nur tolerieren, sondern aktiv forcieren.
Ob es die pulsierende Tech-Szene in Lisboa wird, wo die Energie förmlich greifbar ist, oder die High-Speed-Umgebung in Dubai, wo Ambition die einzige Währung ist, die zählt – das wird sich in den nächsten Wochen entscheiden. In diesen Regionen versteht man, dass wir große Hebel brauchen, um die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) wirklich zu erreichen.
Ich ziehe dorthin, wo die Sonne nicht nur öfter scheint, sondern wo mir die Umgebung freundlicher gesonnen ist. Ich freue mich auf eine neue Heimat, die meine Geschwindigkeit versteht. Auf zu neuen Chancen, zu besseren Bedingungen und zu einem Netzwerk, das versteht, dass wir mit Sales for Future die Welt verändern wollen – und nicht nur einen weiteren Stempel auf einem Aktendeckel sammeln.
Wien, es war eine intensive Zeit.
Aber für das, was ich vorhabe, bist du einfach zu klein geworden.
Aufbruch ist kein Abschied vom Erfolg, sondern die Voraussetzung dafür.
Euer Daniel
Daniel Nenning ist der Gründer und CEO von Sales for Future, einem innovativen Unternehmen, das sich der Transformation des Vertriebs verschrieben hat. Mit einer klaren Vision für globale Skalierung und nachhaltigen Impact treibt Daniel Nenning die Digitalisierung und Modernisierung von Vertriebsprozessen voran. Seine Arbeit ist geprägt von einem unermüdlichen Streben nach Exzellenz, einem globalen Mindset und dem Mut, eingefahrene Pfade zu verlassen, um neue Horizonte für Wachstum und Bedeutung zu erschließen. Als überzeugter Entrepreneur setzt er sich dafür ein, dass Technologie und Vertrieb gemeinsam dazu beitragen können, die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) weltweit voranzubringen.



